Zahnarztpraxis Dr. Rainer Eisel

Bevor ein kariöser Zahn mit einer Füllung versorgt werden kann, muss die erkrankte Zahnsubstanz entfernt werden. Anschließend ist der Defekt im Zahn so vorzubereiten (Präparieren), dass die Aufnahme und Haltbarkeit einer Füllung gewährleistet werden kann. 

Beim Material unterscheidet man metallische und nichtmetallische Werkstoffe.

Amalgam - der "Klassiker"

Das silberfarbene Amalgam (metallische Füllung) besteht aus einer Mischung aus Silber, Kupfer, Zinn und Quecksilber. Es ist bei der Verarbeitung weich, leicht formbar und damit für die direkte Füllung eines Zahnes, auch bei größeren defekten im Seitenzahnbereich geeignet. Wegen des enthaltenen Quecksilbers hat es in Deutschland immer wieder Diskussionen um die gesundheitliche Unbedenklichkeit gegeben.  Aus diesem Grund lautet heute die Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums, bei Kleinkindern, Schwangeren sowie nierenkranken Patienten kein Amalgam zu verwenden. 

Foto: polierte Amalgamfüllungen im Seitenzahnbereich

Clasionomerzemtent - die Übergangslösung

Clasionomerzement ist ein mineralischer Zement, der speziell für zahnärztliche Anwendung entwickelt wurde. Das Material ist zunächst weich und wird direkt im Zahn verarbeitet. Nach der Aushärtung entsteht eine matte helle Oberfläche. Das Material  wird vorwiegend zur Befestigung von Zahnersatz verwendet und leistet dort gute Dienste. Als Füllungswerkstoff ist es jedoch nur begrenzt haltbar und wird hauptsächlich für provisorische Füllungen und der Versorgung von Milchzahndefekten eingesetzt.

Komposit  - zahnfarbene Füllungen

Kompositfüllungen (Kunststofffüllungen) bestehen aus einer Verbindung lichthärtender Kunststoffe sowie  Glas- und Keramikpartikeln. Aufgrund des großen Farbangebotes ist es möglich defekte im Front- und Seitenzahnbereich nahezu unsichtbar zu versorgen. Immer besser werdende Materialien und Befestigungsverfahren sind heute fomstabil und langlebig.  Für das Einbringen einer Kompositfüllung gibt es mehrere Verfahren, die unterschiedlich aufwändig sind. Die Krankenkasse übernehmen nur die Kosten für einfache Kompositfüllungen im Frontzahnbereich. Kunststofffüllungen im Seitenzahnbereich werden von den Krankenkassen nur anteilig erstattet 

Goldfüllungen

Goldfüllung (Goldinlays)  sind sehr langlebige und langzeiterprobte, gegossenen Einlagefüllungen die im indirekten Verfahren hergestellt werden. Der Übergang von der Füllung zur Teilkrone kann fließend gestaltet werden. Die Herstellung erfolgt im zahntechnischen Labor nach entsprechender Präparation und Abdrucknahme.  Zur Versorgung eines Zahnes sind zwei Sitzungen notwendig. Die Kosten für Goldinlay werden von den Krankenkassen nicht übernommen und sind aufgrund des derzeitig sehr hohen Goldpreises verhältnismäßig hoch.

Foto: Goldfüllungen im Seitenzahnbereich

Keramikinlays

Keramikinlays zeichnen sich durch hohe Haltbarkeit und Langlebigkeit aus. Durch individuelle Farbgestaltung sind sie nahezu unsichtbar.  Die Herstellung kann wahlweise durch modernste CAD-Cam-Technologie (Cerec) im direkten Verfahren erfolgen.  Je nach Größe und Lage des Defektes wird jedoch auch das indirekte Verfahren mittels Abdrucknahme, Laborherstellung und Einsetzen an einem weiteren Behandlungstermin  praktiziert.




 

Foto oben: Vorher Seitenzahnfüllung Amalgam

 

 

 

Foto unten: Nachher unsichtbare Keramikinlay